Wogegen spricht am wenigsten?
Konsensieren
Beim Konsensieren gibt jede Person zu jeder Möglichkeit an, wie stark ihr Widerstand dagegen ist. Sichtbar wird die Möglichkeit, mit der die Gruppe am besten leben kann.
Kostenlos. Wer die Runde leitet, braucht ein Konto. Die Teilnehmenden treten mit einem Code am Handy bei und brauchen keines.
Wann sie passt
- mehrere Vorschläge liegen auf dem Tisch, und eine Mehrheitswahl würde eine Minderheit übergehen
- ein Team sucht eine Regel oder ein Vorgehen, das alle akzeptieren können
- eine Gruppe will sehen, wo die stärksten Einwände liegen
- einen Termin oder einen Ort unter vielen Wünschen festlegen
So läuft es in futurino
- Du trägst die Möglichkeiten ein oder übernimmst sie aus einem Brainstorming.
- Jede Person gibt zu jeder Möglichkeit ihren Widerstand an, von 0 für keinen bis 10 für den stärksten.
- Die Ergebnisse bleiben verborgen, bis du sie freigibst.
- Danach steht je Möglichkeit die Summe der Widerstände da und daneben der höchste Einzelwert.
Worauf es ankommt
Das Verfahren geht auf das Systemische Konsensieren zurück, das Erich Visotschnig und Siegfried Schrotta in Österreich entwickelt haben. Es fragt nach Ablehnung. An ihr zeigt sich, womit eine Lösung im Alltag zu kämpfen hätte, und eine Möglichkeit, gegen die wenig spricht, hält länger als eine, für die eine Minderheit brennt.
Die Summe allein genügt nicht. Neun Einsen und eine Zehn ergeben 19, zehn Zweien ergeben 20. Nach der Summe liegt die erste Möglichkeit knapp vorn, obwohl eine Person entschieden dagegen ist. futurino zeigt deshalb den höchsten Einzelwert daneben. Die Wahl selbst trifft die Gruppe.